Schuppenflechte ist mehr als ein „kosmetisches Problem“. Für viele Betroffene bedeutet sie ständige Unsicherheit, sichtbare Hautveränderungen und das Gefühl, die eigene Haut nicht mehr zu „kontrollieren“. Umso wichtiger ist es, zu verstehen, was bei Schuppenflechte in der Haut wirklich passiert. Denn nur wer die Mechanismen kennt, kann die Haut sinnvoll begleiten und unterstützen oder auch therapiebegleitend in einem Kosmetikstudio Dresden zur Behandlung kommen.
Was überhaupt ist Schuppenflechte?
Schuppenflechte ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Sie ist nicht ansteckend und sie entsteht nicht durch mangelnde Hygiene. Und vor allem ist sie auch kein Zeichen dafür, dass jemand „etwas falsch macht“.
Typisch sind gerötete Hautareale mit fest anhaftenden, weißlich-silbrigen Schuppen. Diese Schuppen liegen oft wie eine feste Platte auf der Haut und lassen sich nicht einfach wie bei trockener Haut abstreifen. Häufig betroffen sind Kopfhaut, Ellenbogen, Knie, Rücken oder auch die Hände. Bei manchen Menschen sind zusätzlich Nägel oder Gelenke beteiligt.
Die Erkrankung verläuft meist in Schüben. Es gibt aber tatsächlich auch ruhigere Phasen und Phasen, in denen sich die Haut deutlich verschlechtert.
Warum Schuppenflechte entsteht
Bei Schuppenflechte ist das Immunsystem fehlgesteuert. Es sendet Signale, die die Haut in einen dauerhaften „Alarmzustand“ versetzen. Die Haut verhält sich dann so, als müsste sie ständig eine Wunde reparieren.
Das hat eine wichtige Folge, denn die Hautzellen teilen sich viel zu schnell. Während gesunde Haut etwa mehrere Wochen für ihre Erneuerung braucht, geschieht dieser Prozess bei der Schuppenflechte innerhalb weniger Tage. Die Zellen reifen dabei nicht vollständig aus. Sie kommen „unfertig“ an der Hautoberfläche an.
Genau das erklärt die typische Schuppung. Die Zellen können sich nicht normal lösen. Sie bleiben aneinander haften. Die Haut wirkt verdickt, gespannt und schuppt in festen Platten. Gleichzeitig fehlt der Haut ein Teil der schützenden Lipide und Feuchtigkeitsfaktoren, die normalerweise während der Reifung der Zellen entstehen würden.
Was in der Haut dabei schiefläuft
Bei gesunder Haut durchlaufen Zellen mehrere Reifeschritte. Am Ende verlieren sie ihren Zellkern, geben wichtige Bestandteile an die Hautbarriere ab und werden Teil der schützenden Hornschicht.
Bei Schuppenflechte wird dieser Ablauf abgekürzt. Die Zellen erreichen die Oberfläche, bevor sie diesen Reifeprozess abgeschlossen haben. Dadurch fehlen der Haut wichtige Bausteine für eine stabile Barriere. Gleichzeitig entstehen mehr Entzündungsreize in der Haut. Das verstärkt wiederum die Zellteilung. Ein Kreislauf entsteht, der sich nicht von allein beruhigt.
Das erklärt auch, warum die Haut bei Schuppenflechte oft gleichzeitig schuppig und empfindlich ist. Sie ist verdickt, aber funktionell geschwächt.
Ist Schuppenflechte ansteckend?
Nein. Schuppenflechte ist nicht ansteckend. Sie kann nicht übertragen werden. Weder durch Berührung, noch durch Handtücher, noch durch Schwimmbäder oder Nähe im Alltag.
Trotzdem erleben viele Betroffene Zurückhaltung oder Unsicherheit im Umfeld. Umso wichtiger ist Aufklärung. Schuppenflechte ist eine Erkrankung des eigenen Immunsystems und der Hautregulation. Keine Infektion.
Welche Faktoren Schübe beeinflussen können
Schuppenflechte hat oft eine genetische Grundlage. Ob und wie stark sie ausbricht, hängt aber auch von äußeren und inneren Faktoren ab.
Häufige Auslöser sind Stress, Infekte, hormonelle Veränderungen, starke Hautreize, mechanische Reibung, Alkohol, Rauchen oder bestimmte Medikamente. Auch Übergewicht kann entzündliche Prozesse im Körper verstärken.
Das bedeutet nicht, dass man alles „perfekt“ machen muss. Aber es bedeutet, dass der Lebensstil und der Umgang mit der Haut einen echten Unterschied machen können.
Welche Rolle die Ernährung dabei spielt
Die Ernährung ist kein Ersatz für eine medizinische Behandlung. Aber sie kann Entzündungsprozesse beeinflussen. Viele Betroffene berichten, dass sich ihre Haut ruhiger zeigt, wenn stark verarbeitete Lebensmittel, Zucker und Alkohol reduziert werden.
Eine Ernährung mit ausreichend Eiweiß, guten Fetten und vielen frischen, unverarbeiteten Lebensmitteln kann den Körper insgesamt entlasten. Das ersetzt keine Therapie. Aber es kann ein Baustein sein, um die Haut weniger „unter Dauerstress“ zu setzen.
Was die Haut im Alltag wirklich braucht
Bei Schuppenflechte geht es nicht um aggressive Pflege. Es geht um Schutz, Beruhigung und Stabilisierung.
Die Haut sollte mild gereinigt werden. Ohne Reibung. Ohne starke Tenside. Ohne heißes Wasser. Pflege sollte regelmäßig und konsequent erfolgen, um Trockenheit und Spannungsgefühl zu reduzieren. Kratzen sollte so gut wie möglich vermieden werden, auch wenn es schwerfällt. Mechanische Reize können neue Stellen provozieren.
Ziel ist es, die Hautbarriere so ruhig und stabil wie möglich zu halten. Eine stabile Barriere bedeutet weniger Reiz, weniger Entzündung und oft auch weniger starke Schübe.
Kosmetik Dresden. Wie ich Sie im Kosmetikstudio unterstütze
Schuppenflechte gehört bei stärkeren Verläufen in ärztliche Betreuung. Als Kosmetikerin arbeite ich begleitend. Mein Fokus liegt darauf, die Hautbarriere zu stabilisieren, Reize zu reduzieren und die Hautpflege sinnvoll zu strukturieren.
Kosmetikstudio Dresden. Hautanalyse statt Ausprobieren
Am Anfang steht immer eine genaue Betrachtung und Beurteilung der Haut, sowie eine ausführliche Anamnese. Nicht jede schuppige Haut ist gleich. Nicht jede Phase der Schuppenflechte braucht dieselbe Unterstützung. Ziel ist ein klarer Pflegeplan, der die Haut nicht überfordert und nicht ständig wechselt.
Craith Lab und der Blick auf Hautmilieu und Barriere
Bei der Schuppenflechte spielt das Gleichgewicht der Haut eine große Rolle. Pflege, die das Hautmilieu respektiert und die Barriere stärkt, ist ein wichtiger Baustein. Craith Lab arbeitet genau an diesen Grundlagen. An Hautbalance, Mikrobiom und moderner Wirkstoffstrategie. Das setze ich gezielt ein, nicht als Produktmix, sondern als strukturiertes Konzept.
Mikrodermabrasion. Nur wenn die Haut es zulässt
Bei aktiven, entzündeten Stellen arbeite ich nicht mit reizenden Methoden. Mechanische Reize können Schübe verstärken. In stabilen Phasen kann eine gezielt eingesetzte Mikrodermabrasion helfen, die Hautoberfläche zu glätten und die Pflegeaufnahme zu verbessern. Ob und wann das sinnvoll ist, entscheidet immer der aktuelle Hautzustand.
Warum Begleitung wichtiger ist als schnelle Lösungen
Schuppenflechte ist kein Problem, das man einfach mal so schnell „wegcremt“. Sie braucht Verständnis, Geduld und ein Konzept, das zur Haut passt. Wer seine Haut versteht, kann sie besser unterstützen. Und genau darum geht es in meiner Arbeit in meinem Kosmetikstudio Dresden.

